So begab es sich also, dass Darion Narrenbart als fahrender Barde gen Harz aufbrach und seine Jünger mit der Aufgabe betraute, würdig sein Erbe im Norden des Landes zu vertreten. Nach einer kurzen Phase der stillen Kontemplation und einer etwas längeren der wein- und metseligen Trauer, fassten die Verlassenen den Entschluss, den Worten des Meisters Folge zu leisten und reinigen seitdem regelmäßig öffentlich ihre sündigen Körper und lüsternen Seelen durch absolute Hingabe zur Musik von allem Züchtigen. In Stadt und Land sind sie als Narrenbart bekannt und zelebrieren die Kunst, mit Harmonien und Rhythmik Allerlei Kurzweyl und Frohsinn unter das darbende Volk zu bringen. Also singen und spielen sie Weisen über frischen Met, schnelle Orks, tote Meuchler, ganze Halblinge, falsche Helden, echte Jungfrauen – und solche, die es noch werden wollen. Mit listigen Zaubern wird die anwesende Schar davon abgehalten, sich dem Tanzen und Mitsingen zu entziehen, auf das sie hiernach erleuchtet und selig zu ihren Höfen schweben kann…


Narrenbart ist ein zauberhaftes Mischwesen irgendwo zwischen großer Band und kleinem Chor. In dem knappen Jahrzehnt ihres Bestehens hat sich eine gut eingespielte Formation entwickelt, die nicht nur ein erstaunliches Ohrwurmproduktionstalent besitzt, sondern auch diversen Szeneklassikern ganz neues Leben einhauchen kann. Instrumental wird mit Gitarren, Violine, einem bunten Flöten- und Percussion- Sammelsurium, Davul, Djembe, Cajon und Bodhran schon Einiges aufgefahren, aber Basis und Bonbon gleichermaßen sind die sechs Stimmen, die immer wieder neu kombiniert werden und das Liedgut mitreissend funkeln lassen. So ausgestattet, wird das Publikum in längst vergangene Zeiten und ferne Welten entführt, in denen zwischen euphorisch-überschwänglichem MET-itieren und märchenhafter Melancholie alles möglich ist!